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Bilder bei Facebook

Oranienburg (FSR). „Facebook“, „twitter“, „wer-kennt-wen“, und wie sie alle heißen. Soziale Netzwerke werden inzwischen von Jung und Alt vielfach genutzt und sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Leider steigt damit auch das Risiko, abgemahnt zu werden, was zumeist ärgerlich und teuer ist.

Vor kurzem berichteten Rechtsanwälte aus Köln, dass ein Mandant wegen eines Fotos auf seinem „Facebook“-Auftritt abgemahnt wurde. Der Abmahner forderte die umgehende Entfernung des Fotos, eine mit einer Vertragsstrafe bewehrte Unterlassungserklärung, Auskunft über die Dauer der Nutzung des Lichtbilds sowie Schadensersatz, dessen Höhe er nach Erhalt der Auskunft beziffern wollte.

Dies wäre zunächst auch nicht weiter verwunderlich, wenn denn der „Facebook“-Nutzer ein Foto, an dem er keine Urheberrechte hat, selbst auf seine „Facebook“-Ansicht hochgeladen hätte. Dass man fremde Bilder, Musiktitel und andere urheberrechtlich geschützte Inhalte nicht einfach ohne die Zustimmung des Rechteinhabers nutzen und in den Netzwerken hochladen darf, sollte inzwischen bekannt sein. Die Medien berichten ja regelmäßig über Abmahnungen wegen solcher Verstöße. Hier war es aber so, dass ein Dritter das Bild auf die Pinnwand des dann abgemahnten hochgeladen hatte. Der Betreiber eines solchen Netzwerk-Auftrittes kann aber natürlich nicht jedes von Dritten eingestellte Bild dahingehend überprüfen, ob der Dritte, die Rechte daran hat.

Leider ist dieses Problem noch nicht höchstrichterlich geklärt. Ob man tatsächlich für derartige Verstöße haften und dann zumeist auch Schadenersatz leisten muss, ist zwischen Juristen höchst umstritten. Um derartigen Problemen vorzubeugen empfiehlt es sich daher, seinen account bei „Facebook“ und anderen vergleichbaren Netzwerken regelmäßig zu kontrollieren und nur vertrauenswürdigen Personen die Möglichkeit einzuräumen, auf der Pinnwand etwas zu hinterlassen.

Sollten auch Sie eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverstößen im Internet erhalten haben, sollten Sie möglichst schnell einen Rechtsanwalt aufsuchen, der den behaupteten Verstoß überprüfen und bewerten und Sie beim weitere Vorgehen beraten kann, damit die Netzwerke weiterhin Freude bereiten und nicht zur Kostenfalle werden. Wir, die Rechtsanwälte der Kanzlei Freudenberg | Steinseifer | Rohde freuen uns, Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte zu unterstützen und Sie in unserer Kanzlei zu begrüßen.